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Schützenbruderschaft St. Cosmas & Damian Köln Weiler-Volkhoven

Bei der Schützenbruderschaft St. Cosmas & Damian stehen neben den karitativen und kirchlichen Aufgaben der Bruderschaft die „Kleinen“ ganz im Vordergrund.

So finden neben dem jährlichen Kinderfest das ganze Jahr über Veranstaltungen statt, die die Kinder/Jugendlichen an den Schießsport, an die Tradition und an das Brauchtum des Schützenwesens heranführen.Einzelheiten finden Sie unter

www.schuetzen-weiler-volkhoven.de

Schützenbruderschaft St. Cosmas & Damian

Aus Anlass des 50jährigen Bestehens wollen wir einen Rückblick auf die Entstehung und Entwicklung unserer Schützenbruderschaft geben.
Die Pfarrgemeinde wird im Jahre 1135 erstmals urkundlich erwähnt. Die Pfarrchronik berichtet, dass die Gebrüder Regenbold und Wezelo im Jahre 1135 aus eigenen Mitteln auf ihrem Gutshof, dem jetzigen Gereonshof (heute Wohnanlage), die erste Kirche erbauten und mit einer großherzigen Schenkung das Cunibertstift in Köln verpflichteten, die sonntägliche seelsorgerische Betreuung der Gemeinde zu übernehmen. Bis weit in das 19.Jahrhundert bestand die Gemeinde nur aus wenigen Gutshöfen. Ein Gemeindeleben war damals in einer bestimmten Gemeindeform nicht möglich. Erst das Vordringen der Großindustrie im Norden Kölns und die Erbauung der Siedlungen in Volkhoven, ließen dann, nach den schlimmsten Auswirkungen des 2.Weltkrieges, den Wunsch nach Gründung einer Schützenbruderschaft aufkommen.

Am 16. August 1954 fand in Köln Volkhoven in der Gastwirtschaft Thomas die Gründerversammlung statt. Es wurde beschlossen, dass die soeben gegründete Schützenbruderschaft den Namen der Pfarrpatronen Cosmas & Damian tragen soll, die Gründungsmitglieder Pfarrer Ludwig Heinrichs, Georg Lönartz sen., Gerhard Metzmacher, Andreas Meisen, Heinz Heinen, Alois Thomas, Anton Welter sen., Anton Welter jun., Peter Josef Welter. In dieser Gründerversammlung wurde Pfarrer Ludwig Heinrich zum Präses, Andreas Meisen zum 1. Brudermeister und Georg Lönartz sen. zum 1. Kassierer ernannt.
Ein Auszug aus dem Kirchenbuch belegt, dass das erste Schützenfest bereits am 05.06.1955 gefeiert werden konnte. Im Festhochamt zum ersten Schützenfest wurde Anton Welter sen. durch Pfarrer Ludwig Heinrich zum ersten König der Schützenbruderschaft gekrönt. Ebenfalls wurde im gleichen Hochamt die neue Schützenfahne mit der Darstellung der alten Weiler Kirche geweiht. Kein Gebiet oder Gemeinde hat in den zurückliegenden Jahren einen so großen Strukturwandel hinnehmen müssen wie die Gemeinde Köln Weiler-Volkhoven.

Im Jahre 1962 wurde die Pfarrei Christi Verklärung in Köln Heimersdorf neu gegründet. Viele Schützenbrüder waren in verschiedenen Positionen beim Aufbau der Pfarrei hilfreich tätig. Schützenbrüder waren es auch die es ermöglichten, dass im Dachgeschoß der Gasstätte unseres Gründers Alois Thomas, Pfarrer Ludwig Heinrich und Rektor Hans Hausdörfer am 18.11.1962 das erste Messopfer feiern konnten. Eine Organa (kleine Orgel) wurde von der Schützenbruderschaft gestiftet.

Am 11.06.1964 wurde unsere friedliche Gemeinschaft durch das fürchterliche Flammenwerferattentat auf die kath. Volksschule in Volkhoven erschüttert. Bei den Beisetzungsfeierlichkeiten durch Josef Kardinal Frings am 20.09.1964 übernahm die Schützenbruderschaft sehr viele organisatorische Dinge.

Wagemut und Anstrengungen wurden Zahlreich belohnt, so dass die Schützenbruderschaft sich in diesen 50 Jahren ihres Bestehens in unserer Gemeinde einen Platz gesichert hat, der nicht mehr wegzudenken ist.
Bereits am 27.05.1965 erschien im Kölner Stadtanzeiger der entworfene Schießstand vom Architekten Rolf Haberland mit fünf Bahnen Kleinkalibergewehre, vier Bahnen Luftgewehre und einem Hochstand sowie Sozial- und Aufenthaltsräume. Dieser Bau wurde auch durch die Stadtverwaltung genehmigt. Um den Schießsport ausüben zu können, hatten viele Schützenbrüder bereits in mühevoller Kleinarbeit einen Schießstand auf dem Schützenplatz am Stallagsweg errichtet.

In den 50 Jahren hat es nicht an schweren materiellen und personellen Schwierigkeiten und Konflikten gefehlt. Aber Dank der Opferbereitschaft und Besinnung vieler Mitglieder auf das Gemeinsame, konnten sie überwunden werden.
Leider wurde das Bauprojekt Schießstand am Stallagsweg gestrichen. Der mühsam erbaute provisorische Schießstand musste abgerissen werden, wegen dem Bau der S Bahn. Aber dennoch, bereits am 06.10.1968 konnte Pfarrer Ludwig Heinrich in Anwesenheit der Schützenbruderschaft und vielen Ehrengästen, den Grundstein für ein neues Schützenheim auf dem neu zugeteilten Schützenplatz am Unnauerweg legen.
Nach der Grundsteinlegung wurde eifrig mit dem Bau eines Schützenheims begonnen. Als Grundelement wurde eine Bauleiterbaracke von der Fa. Esso erworben, die dann von den Schützenbrüdern in mühevoller Kleinarbeit auf dem Essogelände demontiert und auf den neuen Schützenplatz wieder montiert wurde. In unendlich vielen Arbeitsstunden wurde ein Schützenheim geschaffen mit viel Räumlichkeit und Schießbahnen für Luftgewehre.
Am 10.02.1969 verstarb der Präses unserer Bruderschaft, Pfarrer Ludwig Heinrich. Pfarrer Heinrich Weide wurde am 30.05.1969 als neuer Pfarrer an St. Cosmas & Damian eingeführt und war auch von da an neuer Präses der Schützenbruderschaft.
Endlich, nach langer Kleinarbeit konnte im Frühjahr 1976 das fertiggestellte Schützenheim mit einem Festgottesdienst und Einsegnung durch unseren Präses Pfarrer Heinrich Weide seiner Bestimmung übergeben werden.
In der Zeit vom 24.05.1979 bis 28.05.1979 konnte die Schützenbruderschaft ihr 25.jähriges Schützenjubiläum feiern. Die Jubiläumsmajestäten waren als König: Willi Schweinheim, als Prinz: Ralf Hubert und als Schülerprinz: Daniel Bechen. Die Schirmherrschaft für dieses Jubiläumsfest übernahm Frau Maria Müller, Mitglied im Rat der Stadt Köln.

Dann am 29.10.1980 der große Schock für die Schützenbruderschaft.
Gegen 22.15 Uhr brannte unser Schützenheim bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr konnte zwar noch einen kleinen Teil retten, aber Wut und Verzweiflung machten sich nicht nur bei den Schützenbrüdern breit, sondern auch in der Bevölkerung von Volkhoven Weiler und Heimersdorf. Weil es sich hier um Brandstiftung handelte, wurden doch viele Mitbürger wieder an das fürchterliche Flammenwerferattentat von 1964 erinnert. Nach dem nun alle Schockzustände überwunden waren und die Versicherungsangelegenheiten ebenfalls geklärt waren, begannen die Schützenbrüder mit den Aufräumarbeiten. Container bestimmten von nun an das Bild rund ums Schützenheim. Auch hier wurde wieder in mühseliger Kleinarbeit zumindest ein Provisorium geschaffen, um dem Schießsport und einem Vereinsleben nachgehen zu können. Nach langem Provisorium wurde am 12.02.1989 durch die Generalversammlung beschlossen einen neuen Schießstand zu bauen.

Der Vorstand Günter Danke und Siegfried Hubert beauftragten daraufhin ein Architekturbüro für die Erstellung der Baupläne. Nach dem die Stadt Köln und die Polizeibehörde ihre Genehmigungen erteilt hatten konnten wir bereits am 18.05.1991 mit dem Bau beginnen. Viele Schützenbrüder halfen beim Rohbau unter Anleitung der Baufirma Zeaske. Freunde und Gönner, je nach ihrer Berufsausbildung, legten beim Neubau kräftig Hand mit an. Auf Grund der sehr kurzen Bauzeit konnten wir bereits am 30.05.1992 unser renoviertes Schützenheim und den neuen Schießstand einweihen. Die Einweihung und Einsegnung nahm unser Präses Pater Werner Wanzura vor. Auf unserem neuen, mit 10 Bahnen bestehenden Schießstand wurden die ersten Schüsse von Pater Werner Wanzura dem 1.Brudermeister Werner Lauff und dem 1. Kassierer Siegfried Hubert abgegeben. Die Einweihung erhielt einen ganz besonderen Stellenwert durch den Besuch des Oberbürgermeisters der Stadt Köln, Herr Dr. Norbert Burger.

Das 40.jährige Schützenjubiläum wurde in der Zeit vom 10.06.1994 bis 13.06.1994 gefeiert. Die Jubiläumsmajestäten waren als Kaiserpaar: Liesel und Mathias Gotthardt. Als Prinzesin: Regina Köhnlein, als Schülerprinz: Rene Köhnlein und als Pimpfenkönig: Marcel Jenzer. Die
Schirmherrschaft übernahm der ehemalige Stadtverordnete und Ehrenmitglied der Schützen – Bruderschaft Herr Fritz Wacker.
Unser Schützenheim wurde im laufe der Jahre ständig modernisiert um einen Ort zu schaffen, an dem wir attraktiven Schießsport und gepflegte Geselligkeit bieten können. Die Schützen –
Bruderschaft stellte im laufe der 50 Jahre zahlreiche Bezirkskönige, Bezirksprinzen, Bezirks-
Schülerprinzen im Bezirksverband Köln Nord. All diese Titel wurden mit großen schießsportlichen Leistungen errungen.
Wir wollen auch in diesen zurückliegenden 50 Jahren auch derer gedenken, die für uns den Grundstein gelegt haben um dieses Schützenbrauchtum Lebendig und Aufrecht zu halten.

Für Glaube, Sitte und Heimat.

Glaube: gehört zum Wesen des Menschen. Er gibt ihm Sicherheit und Geborgenheit. Die Welt Gottes, die dem natürlichen Auge verschlossen ist, wird durch den Glauben zur echten Wirklichkeit. Der Glaube gibt nicht nur Gewissheit über die Existenz Gottes, er gibt auch Gewissheit über die Würde des Menschen.

Sitte: umfasst die ganze Fülle heimatlichen Brauchtums und alle zwischenmenschlichen Beziehungen. Die aus dem Glauben geborene Ehrfurcht vor dem Menschen zwingt dazu, ihm mit Anstand und Achtung zu begegnen. Die Sitte mit ihren festen Regeln und Gebräuchen ist eine wesendliche Grundform der Erziehung, Bildung und Selbstbeherrschung.

Heimat: ist der Raum, der den Menschen umfängt und trägt. Sie ist nicht nur der Ort, an dem er geboren wurde, sondern der Ort, in dem er sich bewegt von dem er alles empfängt, die Familie, Arbeit, Freunde, Geselligkeit und auch das Leid. Wir müssen Gott danken für die Heimat, in dem wir Eltern, Geschwister und gute Freunde finden.

Am 17.04.2004 feierte die Schützenbruderschaft St. Cosmas & Damian mit einem Festhochamt in der Pfarrkirche Köln Weiler ihr 50.jähriges Bestehen. Die Festmesse wurde zelebriert von unserem Präses Monsignore Wolfram Krusenotto.
Das anschließende Festbankett im Pfarrheim von St. Cosmas & Damian war von allen befreundeten Bruderschaften aus dem Bezirk Köln Nord und Süd besucht. Unter den Gästen befand sich unser Bezirksvorsteher Hans Heinrich Lierenfeld MdR. Von unserem Schützenbruder Werner Lauff wurde eine Ausstellung über 50 Jahre Schützenbruderschaft organisiert. Während des Festbanketts wurde unser einziges noch lebendes Gründungsmitglied Peter Josef Welter (Büb) von unserem 1 Brudermeister Ralf Hubert zum Ehrenmitglied ernannt und mit dem St. Sebastianus Orden in Gold für 50.jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Beim Bezirkskönigsschießen am 03.04.2004 errang unser König Willy Pirner die Würde des
Bezirkskönigs und unser Miniprinz Andre Lauff die Würde des Bezirksminiprinzen.

Wir werden in der Zeit vom 18.06.2004 bis 21.06.2004 auf 50 Jahre Schützenbruderschaft zurückblicken. Unsere Jubiläumsmajestäten als Königspaar: Monika und Willy Pirner, als Prinzessin:Vanessa Spalluto, als Schülerprinz: René Gilles und als Pimpfenkönig: André Lauff .
In der Gedenkmesse für die Verstorbenen der Bruderschaft wurde am 21.06.2004 durch unseren Präses Monsignore Wolfram Krusenotto eine neue Gedenktafel für alle Verstorbenen der Bruderschaft geweiht. Diese Gedenktafel ist eine Stiftung unserer Jung- und Tellschützen auf Initiative unseres Jungschützenmeisters Gerald Lehnhof.
Am 19.03.2005 beim Bezirkskönigsschießen in Köln Pesch errang unser amtierender König Gerald Lehnhof mit dem 116 Schuß auf einen Holzvogel die Bezirkskönigswürde. Unsere amtierende Prinzessin Christine Lauff erreicht bei der gleichen Veranstaltung mit 27 geschossenen Ringen die Bezirksprinzenwürde.

Unsere Schützentour führte uns am 23.10.2005 nach Lennestadt-Burbeecke ins Landhotel
Klaukenhof (Sauerland).

Am 26.08.2006 besuchte die Schützenbruderschaft das Europaschützenfest in Heeswiyk Gem. Bernheze in Holland. Startberechtigt für unsere Bruderschaft waren die beiden Bezirkskönige 2004/05 und 2005/06 Willy Pirner und Gerald Lehnhof sowie die Bezirks-
Prinzessin 2005/ 06 Christine Lauff.

Werner lauff

 

 

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Claudia Schott
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